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Unternehmen müssen mit verschiedenen Störungsmustern rechnen. Hier erhalten Sie eine kurze Übersicht:

Definition
Oberschwingungen (OS) sind ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz einer nicht sinusförmigen, periodischen Schwingung. Sie werden mit der Ordnungszahl n = 2,3,4 ... gekennzeichnet. Beispiel: Im 50 Hz Netz entspricht die 5. OS 250 Hzoder 7. OS 350 Hz. Sie werden im Verbraucher erzeugt und breiten sich von dort ins Stromnetz aus.
Verursacher
Oberschwingungen entstehen in nichtlinearen Verbrauchern wie:
- Schaltnetzteile
- Drehzahlvariable Motoren
- Leuchtstoffröhren mit Vorschaltgerät
- Lichtbogenöfen
- USV-Anlagen
- Frequenzumrichter
- Thyristoren zur Steuerung von Halogenlampen
Folgen
Durch Oberschwingungen treten zusätzliche Ströme auf, für die der Stromkreis nicht ausgelegt ist. Dies verursacht nicht nur im Stromnetz, sondern auch innerhalb elektrischer Anlagen Probleme. So können Relais, FI-Schutzschalter und Sicherungen Fehlfunktionen aufweisen. Zudem überhitzen elektrische Geräte und leiden dadurch unter einem erhöhten Verschleiß.

Definition
Blindleistung wird zur Erzeugung elektrischer und elektromagnetischer Felder benötigt, kann jedoch im Verbraucher nicht zur Energieumwandlung genutzt werden.
Verursacher
Blindleistung entsteht, wenn an einem Wechsel- beziehungsweise Drehstromnetz nicht ausschließlich ohmsche Verbraucher angeschlossen sind. Beispiele:
- Drosselspulen
- Transformatoren
- Asynchronmotoren
Folgen
Da Blindleistung zwischen Erzeugungsanlagen und Verbrauchern pendelt, werden größere Leiterquerschnitte in den Versorgungsleitungen sowie größere Generatoren und Transformatoren nötig. Der hin- und herpendelnde Strom verursacht zudem in den Leitungen ohmsche Verluste. Elektrische Großverbraucher in der Industrie müssen deshalb neben der bezogenen Wirkleistung auch für ihren "Blindleistungsverbrauch" bezahlen.

Definition
Flicker bezeichnet ein durch Spannungsschwankungen auftretendes Flackern der Beleuchtung. Dabei werden kurzzeitige (Kurzzeitflicker) und periodische Störungen (Langzeitflicker) unterschieden.
Verursacher
Flicker entstehen durch Spannungsschwankungen und Spannungseinbrüche. Verursacher sind unter anderem:
- Schweißmaschinen
- Lichtbogenöfen
- Anlauf und Lastwechsel starker elektischer Motoren
- Gepulste Leistungen (Schwingungspaketsteuerung)
Folgen
Flicker beeinträchtigen die Beleuchtung: Die Leuchtdichte schwankt, die spektrale Verteilung des Lichts verändert sich. Dadurch wird die Betriebssicherheit gefährdet, starke Flicker können sogar gesundheitliche Schäden bei den Mitarbeitern verursachen. Weiterhin können die Leuchtmittel durch die Spannungsschwankungen vorzeitig altern.
Definition
Bei einem Spannungseinbruch in der Stromversorgung nimmt die Versorgungsspannung kurzzeitig oder auch für längere Zeit ab.
Verursacher
Ein Spannungseinbruch entsteht, wenn ein starker Strom das Netz belastet. Der hohe Strom bewirkt einen größeren Spannungsabfall am Innenwiderstand der Spannungsquelle. Dadurch sinkt die Klemmspannung ab. Beispiele:
- Motoren mit hohem Anlaufstrom
- Punktschweißen
- Lichtbogenöfen
- Schutzeinrichtungen
Folgen
Die Unterspannung hat verschiedene negative Auswirkungen:
- Motoren laufen nicht an
- Fehlfunktion von Steuerungselementen
- Netzabschaltung durch Überstromauslösung
Der Seite zugeordnete Thesaurusbegriffe
- Blindleistung
- Drosselspulen
- Flicker
- Frequenzumrichter
- Leitung
- Leuchtstoffröhren
- Lichtbogenofen
- Netzrückwirkungen
- Oberschwingung
- Oberschwingungsanteil
- Oberwellen
- Schaltnetzteile
- Sicherung
- Spannungsabfall
- Spannungseinbruch
- Spannungsschwankungen
- Trafo
- Transformatoren
- USV
- USV-Anlagen
- Verschleiß